5 Rund um mich her ist alles Freude (oder auch: Das Biberacher Schützenfest)

Nachdem ich es schon letztes Jahr nicht geschafft habe darüber zu berichten setze ich mich dieses Mal früher an diesen Post. Stellt euch auf viel Text und Informationen ein :) Wer sich für ein wirklich schönes Fest in unserer Kleinstadt interessiert, der darf gerne weiterlesen. Ansonsten lasse ich schätzungsweise erst wieder in der übernächsten Woche etwas von mir hören.

Denn morgen ist es endlich wieder so weit: Unser Biberacher Schützenfest geht los! 10 Tage lang ist eine Kleinstadt im Ausnahmezustand! Was das genau ist und wieso wir dann alle verrückt spielen, das versuche ich euch in „kurzen“ Worten zu erklären :)


 

Mit dem allgemein bekannten Schützenfest, wie es in anderen Teilen Deutschlands vorkommt, hat unsere „Schütza“ (wie sie hier im Volksmund genannt wird) nichts zu tun. Über all die Jahre hat es sich zu einem historischen Heimat- und Kinderfest entwickelt und lässt unser kleines Biberach einmal im Jahr ganz groß werden. Ursprünglich ist es ein Schulfest (das zu Beginn von beiden Glaubenskonfessionen getrennt gefeiert wurde) und hat seinen Namen daher, da die Schulkinder bei ihrem Festzug zum Schützenhaus (dem heutigen Schützenkeller) auf dem Schützenberg landeten. So wurde also irgendwann das „Schützenfest“ daraus.
Seit 1802 haben wir auch unser eigenes Festlied: „Rund um mich her ist alles Freude“ erklingt bald wieder überall in den kleinen Gassen und Straßen und jedes Kind kann hier die drei Strophen auswendig mitsingen.

Seit 1810 gibt es die „Ziehung“ für alle Schüler der städtischen Schulen bis zur siebten Klasse, bei der ein jedes Kind ein Los ziehen darf und tolle Preise gewinnen kann. Die Schulklassen ab der achten Stufe dürfen sich derweil beim „Biberschießen“ messen und mit der Armbrust auf eine nummerierte Scheibe mit unserem Biber-Wappen zielen. Auch hier winken für jeden Teilnehmer, je nach getroffener Punktzahl, tolle Geldpreise und Schützenkönig und –königin dürfen beim historischen Festzug sogar Platz in einer geschmückten Pferdekutsche nehmen.

Seit 1819 wird das „Schützentheater“ aufgeführt, bei dem jedes Jahr aufs Neue ein Märchen inszeniert wird. Das Besondere daran: Auf der Bühne als auch im Orchestergraben wirken nur Kinder und Jugendliche mit. Die Aufführungen beginnen ein paar Wochen vor dem eigentlichen Schützenfest und enden drei Tage danach. Dieses Jahr wird „Hänsel und Gretel“ aufgeführt, wie jedes Jahr mit tollen Tanzeinlagen, Gesang, Witz, Charme und dem ein oder anderen „Special Effect“. Da kommt definitiv nie Langeweile auf.
 
 
 
Da unser Schützenfest so viel an Veranstaltungen, Vorführungen und Bräuchen beinhaltet, zähle ich euch nur mal meine Highlights der Schützenwoche auf (Beziehungsweise sehen so auch meine nächsten Tage aus):
Eröffnet wird das Schützenfest bereits Freitagabend mit dem Bieranstich im Festzelt und der Eröffnung des Vergnügungsparks. Für mich beginnt es aber erst so richtig mit dem nächsten Tag.

Denn der erste Samstag der Woche ist für mich DER Tag schlechthin. Um 14:00 Uhr findet auf unserem schönen Marktplatz die Abnahme der Trommlerkorps und Spielmannszüge statt. Vier Jahre lang stand ich selbst dort in der Mitte und werde dieses tolle Gefühl nie vergessen. Ihr müsst euch das so vorstellen: Die Tribünen auf dem Marktplatz, so wie jede freie Fläche dort ist voll mit Menschen in freudiger Erwartung. Bis es losgeht heizt eine Gruppe junger Männer namens „Die kleinen Feger“ (eine Gruppe ehemaliger Trommler) dem Publikum ordentlich ein. Nur anhand von Besen und Tonnen erzeugen sie die coolsten Rhythmen und Sounds, mithilfe von Tröten stimmen sie inzwischen zu allen möglichen bekannten Songs an wie „Krawall und Remmidemmi“ von Deichkind, während der gesamte Marktplatz mitsingt und blau-gelber Rauch entzündet wird (blau und gelb sind unsere Stadtfarben). Die Menge grölt, es gibt eine nicht enden wollende Laola-Welle und Punkt 14:00 Uhr marschieren die Fahnenschwinger in die Mitte des Platzes und unterhalten uns mit ihrer ersten Darbietung. Die weiteren Spielmannszüge und Trommlerkorps (fast jede Schule ist hier vertreten) marschieren ebenfalls ein und nehmen ihre bereits geübten Positionen ein. Die offizielle Eröffnungsrede wird gehalten, Teilnehmer werden geehrt, jede Gruppe spielt einzeln der Reihe nach ein Stück vor, der Schützenmarsch wird gespielt, der gemeinsame Parademarsch aller Trommler auf dem Marktplatz angestimmt, die Bürgerwehr zündet ihren Salutschuss und dann endlich singt der gesamte Marktplatz mit Unterstützung der kleinen Schützenmusik „Rund um mich her ist alles Freude“. Die Glocke des Kirchturms schlägt 15:00 Uhr, alle nehmen ihr Hüte ab und legen die Hand aufs Herz und singen innbrünstig mit. In diesem Moment bekomme ich jedes Jahr eine unglaubliche Gänsehaut und weine vor lauter Glück und Freude manchmal auch stumm vor mich hin. Zu schön ist einfach dieses Gefühl von Gemeinsamkeit. Während die Trommlerkorps und Spielmannszüge anschließend weiter zum Vergnügungspark marschieren geht es für mich kurz nach Hause um mich für den Abend vorzubereiten. Um 19:00 Uhr findet dann nämlich der allseits beliebte Jahrgängerumzug statt. Jahrgänger, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern durften und zwischen 40 und 100 Jahren alt sind (oder auch älter, aber das gab es noch nie) dürfen hier aus allen Gegenden teilnehmen und stolz präsentieren wie gut sie noch für ihr Alter aussehen ;) Vor allem die 80- bis 100-Jährigen überraschen mich jedes Jahr aufs Neue und erhalten auch anerkennenden Beifall der Zuschauer für ihre meist unglaublich fitte Leistung. Die Jahrgänger werden mit allen möglichen Geschenken der Angehörigen behängt und ausgestattet. So erfährt man oft viele Einzelheiten der Jahrgänger, denn viele bekommen gebastelte Stücke, die mit ihren Berufen oder Hobbys zu tun haben und meist ziemlich komisch sind :) Die Jahrgänger feiern schließlich die ganze Nacht zusammen in verschiedenen Festhallen durch  während es für mich weitergeht zum Vergnügungspark, der auf unserem Gigelberg zu finden ist. Wenn um Mitternacht dort die Lichter ausgehen, fängt das Feiern aber erst so richtig an. Rund um den Gigelberg gibt es vielzählige  Bierkeller und Partylocations. Meist zieht es mich dann in eine bestimmte Straße unterhalb des Berges, in der sich Cafés und Kneipen aneinander reihen und von überall her Musik erklingt. Die Straße ist manchmal so voller Menschen, dass man kaum noch durchkommt. Es wird getrunken, getanzt, gelacht, gefeiert. Bis man schließlich als Nicht-Städter um halb drei mit dem letzten „Schützen-Bus“ nach Hause fahren muss. Die Schützen-Busse sind übrigens wirklich praktisch, denn sie verkehren in allen umliegenden Gemeinden und fahren stündlich zwischen 18:00 und 03:00 Uhr, so dass wirklich jeder das Auto zuhause stehen lassen kann.
 

 

Am Sonntag wird hauptsächlich die Nacht wieder zum Tag gemacht, wenn am Abend der „Tanz auf dem Marktplatz“ stattfindet. Auf dem gesamten Marktplatz findet man verschiedene Bands für jede Altersklasse und kann sich die Füße wundtanzen. Oder man genießt den Ausblick und das bunte Treiben von einer der Tribünen aus mit einem leckeren Eisbecher in der Hand.

Montag und Dienstag habe ich immer Urlaub, denn dann ist wieder die ganze Stadt auf den Füßen. Lacht nicht, aber ich stehe für die Festumzüge an diesen beiden Tagen früher auf als wenn ich zur Arbeit gehe :) Schließlich will man ja einen guten Platz bekommen. Am Montag findet nämlich der „Bunte Zug“ statt, bei dem alle Schüler der städtischen Schulen teilnehmen und verschiedene Mottos präsentieren. Von den Kleinsten bis zu den Großen Siebtklässlern haben sich alle tolle und aufwändige Kostüme und Verkleidungen einfallen lassen und unterhalten uns zwei Stunden lang mit ihrem bunten Zug. Danach geht es für die Kleineren zur Ziehung (s.o.) und für die Größeren zum Biberschießen. Der ganze Vergnügungspark ist nach dem Bunten Zug voll mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die Schüler erhalten einen „Schützenbatzen“ von einer großen städtischen Firma (meist ein paar Euros und Süßigkeiten) und überall hört man Trommler und Fanfaren, die vor den Fahrgeschäften vorspielen um eine Freifahrt zu erhalten. Abends geht es natürlich wieder auf den Rummel und zu den vielen Bierkellern um zu Feiern. Allerdings sollte man am nächsten Tag wieder fit sein, denn…
 


 

…am Dienstagmorgen heißt es wieder früh aufstehen. Um neun Uhr gibt es nämlich den historischen Festzug, bei dem Gruppen von der Staufer-Zeit bis zur Bismarck-Ära vertreten sind. Es gibt Wägen von Gerbern und Färbern, Glockengießern und Bierbrauern, Gaukler und Renaissance-Gruppen, Bauerntänze und Räuberbanden….ach, ich könnte noch ewig so weitermachen. Auch hier dürfen wieder viele Kinder mitlaufen, die sich im Vorfeld schon darauf beworben haben. Natürlich sind auch wieder die Spielmannszüge mit von der Partie, sowie unser Räuberhauptmann „Schwarz Veri“ samt Gefolge, die Anfang des 19. Jahrhunderts in Oberschwaben ihr Unwesen getrieben haben. So kann es schon mal sein, dass auf dem Marktplatz per Räuberleiter ein Kleidungsgeschäft ausgeraubt wird oder, wenn man Pech hat, vom Vollstrecker in den Gefängniswagen gesteckt wird und sich nur durch Lösegeld wieder freikaufen kann. Nach dem schönen Umzug befindet sich gefühlt die ganze Stadt auf dem Gigelberg, schlendert über den Vergnügungspark und besucht das gemütliche Lagerleben. Hier finden sich einige der bäuerischen Gruppen des Festzugs wieder. Die Pferde werden getränkt, die Gaukler verzaubern uns mit ihren Feuershows und im Lager des Schwarz Veri läuft einem bei den vielen Köstlichkeiten das Wasser im Mund zusammen. Hier dürfen wir zwar nur zuschauen wie gefeiert wird, aber wir haben genauso unseren Spaß dabei. Vor allem wenn die Fernseh-Reporter vom Schwarz Veri mal schön im kalten Wasser gebadet oder im Fangnetz hoch in den Bäumen aufgehängt werden :) Die Kenner begeben sich dann gegen 13:00 Uhr in einen der Bierkeller, wo ein sogenanntes „Massenständchen“ stattfindet. Was so viel heißt wie: Alle Fanfarenzüge und Trommlergruppen kommen zusammen und spielen reihum ein Ständchen, sowie am Ende gemeinsam den Parademarsch. Meistens singt man danach noch das Schützenlied und alle Anwesenden im Bierkeller stimmen nur gerne mit ein. Allgemein singt man während der „Schütza“ so oft es nur geht das schöne Schützenlied :) Danach setzt man sich mit einem kühlen Radler irgendwo gemütlich auf den Gigelberg und schaut dem regen Treiben der vielen Fahrgeschäfte und Besucher zu. Dienstagabend nehme ich mir dann meistens eine Auszeit, da ich die restliche Woche wieder zur Arbeit muss.
 




 

Trotzdem geht das Schützenfest natürlich weiter. Am Mittwoch ist meiner Meinung nach das Highlight  der „Tanz durch die Jahrhunderte“, der an diesem und zwei weiteren Abenden auf dem Marktplatz stattfindet. Hier gibt es Vorführungen von bäuerlichen, höfischen, bürgerlichen und modernen Tänzen aus allen möglichen Zeitepochen unserer Stadtgeschichte. Ich habe bisher leider noch nie das volle Programm gesehen, doch dieses Jahr werde ich es endlich schaffen und freue mich schon wahnsinnig darauf! Für zwei Stunden kann man sich dann wie auf einer Zeitreise fühlen. Die Herren und Damen werden in den schönsten Kostümen mit einer toll geschmückten Pferdekutsche auf den Marktplatz gefahren, alle nehmen ihre Positionen ein, die Musik erklingt und sie schweben oder rocken über unseren Marktplatz. Übrigens spielt dann auch immer der Epoche entsprechend ein passendes kleines Orchester dazu. Am Anfang noch mit Laute und Maultrommel, später dann klassisch mit Geigen und irgendwann gibt’s dann sogar einen DJ ;) Das sollte man einfach mal gesehen haben. Wer einen kleinen Einblick bekommen will, kann sich das nachfolgende Video anschauen. Am Dienstagabend fand hier die Probe zu den Tänzen statt und ich saß mit einem Eis bewaffnet auf der Tribüne und hatte nur noch ein Lächeln im Gesicht. Es war einfach zu schön, vor allem bei dieser Kulisse und dem tollen Nachthimmel.
 
 
Der Donnerstag war hauptsächlich früher als Kind der schönste Tag an Schützen :) Denn von Mittag bis abends kosten die Fahrgeschäfte für die Kinder nur den halben Preis und auch die Imbissbuden oder Süßigkeitenstände bieten besondere Angebote an. Außerdem finden, wie an so ziemlich jedem Tag, nachmittags die Schützenspiele statt. Neben Kinderschminken, Blumenkränze basteln oder Sackhüpfen gibt es für die Kinder auch die beliebten Kletterbäume, eine rutschige Stange, die es nur durch die Kraft der Arme und Beine zu erklimmen gilt, und die am höchsten Punkt tolle Sachpreise oder Süßigkeiten bereithält. Da ich auch früher schon eine Niete im Sport war, blieb mir immer nichts anders übrig als neidvoll den anderen Kindern beim Klettern zuzuschauen. Heute mache ich das immer noch ganz gerne, allerdings ohne neidvolle dafür mit mitleidigen Blicken für die anderen Kinder, denen es genauso ergeht wie mir früher. Aber jedes Kind kommt an Schützen auf seine Kosten, daher muss niemand traurig sein. Am Donnerstagabend findet dann die sogenannte „Weiberschützen“ statt. Wieso es gerade so heißt und wieso es am Donnerstag stattfindet weiß ich leider auch nicht. Es ist auch nicht so, dass am Donnerstag nur die Frauen abends auf Schützen dürfen. Aber ich vermute, dass früher an Weiberschützen die Frauen mal zum Feiern durften und dafür die Männer zuhause bei den Kindern bleiben mussten. Auch heute ist das zum Teil noch so, dass hauptsächlich Donnerstagabend viele Mütter ihre freie Zeit auf der "Schütza" genießen. In der Stadt als auch auf dem Gigelberg ist wieder einiges geboten und obwohl ich fast Jedes Jahr an Schützen freitags arbeiten muss, lass ich es mir nicht nehmen und bin dann doch meistens die, die Donnerstagnacht (oder eher Freitagmorgen) mit dem letzten Bus um halb drei nach Hause fährt. Und knapp vier Stunden später wieder völlig gerädert aufsteht um zur Arbeit zu gehen. Aber das ist eben die Schützenwoche :)
 
 

Freitagabend freut man sich dann hauptsächlich auf das große Feuerwerk. Egal von wo aus man zusieht: Ob nun von unten aus der Stadt, oder sogar aus einigen Kilometern Entfernung oder ob man direkt auf dem Gigelberg steht, wo alle Fahrgeschäfte und selbst das Bierzelt für ein paar Minuten ihren Betrieb einstellen und alle Lichter ausschalten - es ist jedes Mal wunderschön mit anzusehen.
Das zweite Wochenende beginnt am Samstag mit dem Kinderflohmarkt auf dem Gigelberg, auf dem ich allerdings schon seit einigen Jahren nicht mehr war. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr endlich mal wieder. Denn es ist einfach immer total gemütlich mit einer Tüte gebrannter Mandeln bepackt durch die vielen Flohmarktstände zu schlendern und das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern. Abends geht es dann fast schon wehmütig noch einmal auf den Jahrmarkt und in die vielen Bierkeller, denn man weiß, dass es die letzte durchfeierte Schützennacht für dieses Jahr sein wird. Meistens besuche ich an diesem Tag das Konzert einer hier sehr bekannten Band, die in einem der Bierkeller auftritt. Und natürlich kann auch jede der hier ansässigen Bands unser Schützenlied spielen ;)

Mit dem zweiten Sonntag, auch „Bauernschützen“ genannt, wird schließlich der letzte Tag des schönen Schützenfestes eingeläutet. Morgens um neun gibt es einen ökumenischen Dank-Gottesdienst auf dem Marktplatz. Und bevor der historische Festumzug ein weiteres Mal vorbeiläuft, singt noch einmal der gesamte Marktplatz „Rund um mich her“. Gänsehaut pur! Der Sonntag verläuft übrigens gleich wie der Schützendienstag. Nach dem Festumzug findet wieder das Lagerleben auf dem Gigelberg statt. Und meistens wird dann der Sonntag noch einmal so richtig ausgekostet. Man isst sich noch einmal überall durch, fährt nochmal die wildesten Fahrgeschäfte und genießt das Schützen-Feeling. Noch einmal eine Runde über den Gigelberg drehen, noch einmal ein Radler im Bierzelt trinken, noch ein letztes Mal Schneeexpress fahren (das es schon gab, als mein Papa noch klein war). Auf der einen Seite will man nicht, dass sie schon endet, die schönste Zeit des Jahres, auf der anderen Seite ist man auch ein klein wenig froh. Denn nach neun Tagen Feiern am Stück schlafe ich am letzten Tag meistens im Bierzelt ein, wo nochmal die gesamte Familie sitzt und die Woche Revue passieren lässt. Man verlässt den Gigelberg mit einem lachenden und einem weinenden Auge und flüstert leise „Tschüß Schütza, bis zum nächsten Jahr. Aber schön wars wieder.“ Dann fährt man völlig erschöpft nach Hause und schläft mit einem breiten Grinsen und dem Gedanken ein: „Nur noch  365 Tage, dann ist es wieder so weit.“ Denn: Nach der Schütza, ist vor der Schütza.
 
 




 
 
Und wer Biberach und das schöne Schützenfest mal besuchen will, der sollte sich folgende Termine merken:
2014: 18. Juli bis 27. Juli
2015: 17. Juli bis 26. Juli
2016: 15. Juli bis 24. Juli
2017: 14. Juli bis 23. Juli
 

Oder für weitere Infos und Bilder mal hier vorbeischauen:
http://www.biberacher-schuetzenfest.com/

Mir bleibt jetzt nur noch zu sagen: „A scheena Schütza“ und ich bin die nächsten Tage dann mal offline :)
 
 
 

2 We are the champions ... of the world!

Ach scheiß drauf. Auch wenn heute wahrscheinlich alle deutschen Blogger das gleiche posten, aber ich will auch an diesem Sommermärchen teilhaben.

Wir sind Fußballweltmeister!

Wer hätte das gedacht?! Ganz ehrlich? Ich hab zu Anfang der WM ja gesagt, wir schaffen wahrscheinlich nicht mal die Vorrunde. Und jetzt? Sind wir Weltmeister. Es ist einfach unfassbar! Wirklich realisiert habe ich es noch nicht. Aber es ist toll, dass wir den Pokal nach 24 Jahren endlich wieder nach Hause gebracht haben! Unsere Jungs haben es sich mehr als verdient und haben uns vier unglaublich spannende Wochen beschert. Nicht nur bei einem Spiel habe ich fast die Nerven verloren oder bin vor Freude und Unfassbarkeit (Dieses 7:1 kann ich immer noch nicht glauben) fast vom Sofa gehüpft.
 

 
Deutschland ist nicht nur heute „schwarz-rot-geil“ sondern wird auch noch die nächsten Tage und Wochen ordentlich feiern. Die Radiosender spielen heute Gute-Laune-We-Are-The-Champions-Songs am laufenden Band und selbst in so manchem Kloster werden heute die Sektflaschen geköpft und es gibt eine Siegesfeier für unsere Jungs (echt wahr, hab ich aus internen Quellen erfahren!).
 
Passend dazu gab es gestern (als auch schon zum Spiel am Dienstag) diesen Deutschland-Auflauf, den man natürlich auch jetzt zum Feiern noch nachträglich machen kann. Er schmeckt total lecker und das Rezept dazu findet ihr hier bei Chefkoch.
 
 
 
Und wer's noch nicht kennt, sollte sich unbedingt mal dieses Video anschauen. Die Sendung mit der Maus zeigt uns hier wie es aussehen könnte, wenn man Fußballfloskeln wörtlich nimmt. Ihr werdet euch kaputtlachen :D
 
 
 
 


In diesem Sinne: Feiert noch schön! :)

4 TDL: Projekt Hochbeet

Ich und mein grüner Daumen. Den kennt ihr ja bestimmt noch vom letzten Jahr, als ich versucht habe eine Projektpflanze durchs Jahr 2013 zu bringen. Am Ende bin ich kläglich gescheitert. Denn meine „Ani“ hat 2013 zwar überlebt aber nur wie?! Am Ende blieb mir nur noch ein kahler Stängel ohne Blätter und Ani landete auf dem Kompost. Super Voraussetzungen also um mir für 2014 vorzunehmen gleich ein ganzes Hochbeet zu bepflanzen.

Ein bisschen skeptisch war ich zu Beginn ja schon. Wird das was? Kenne ich mich gut genug damit aus? Soll ich es gleich lassen und doch nur stinknormale Blümchen einpflanzen?
 

Aber nein, ich habe mich durchgerungen und fleißig Gemüsepflanzen gekauft. Nachdem ich ja meine alte Ladentheke shabby chic gestrichen hatte und mein Freund mir den Beet-Aufsatz dafür gebaut hat, ging im Mai mein neues kleines „Projekt“ also los. Es wurde eingepflanzt und dann hieß es: Warten, bangen und hoffen. Ungeduldig wie ich natürlich war passierte zunächst nicht viel und mein Zucchini-Pflänzchen sah sogar zunächst so mickrig aus, dass ich dachte, es würde sofort eingehen.
Aber das Warten hat sich bewährt und irgendwann schossen die kleinen grünen Pflänzchen nur so in die Höhe. Und hey, ich kann am Wochenende sogar schon die ersten Kohlrabis ernten!
 
 
Die Zucchini haben nun auch endlich Blüten angesetzt und als ich gestern kurz nachzählte, konnte ich schon acht kleine Zucchini entdecken. Sogar die Paprikas sind fleißig im Wachstum, obwohl es oft hieß, dass Paprikas bei uns zu wenig Sonne bekommen und man keine großen Hoffnungen hegen sollte. Tja ihr Gießberts da draußen, da seht ihr mal was ich alles mit meinem grünen Zauber-Daumen schaffe ;)
 
 
 
Die Tomaten bereiteten mir da mehr Sorgen. Sie wuchsen zwar in die Höhe, aber ansonsten passierte nicht viel. Immerhin fangen sie jetzt endlich mal an zu blühen und ich bin schon sehr gespannt wann wir die ersten Fleisch- und Cocktailtomaten ernten können. Wahrscheinlich wieder im September, wenn wir dann im Urlaub sind -.- So wie letztes Jahr. Da konnte meine ganze Familie meinen voll behängten Cocktail-Tomaten-Strauch abernten. Und wir haben nichts mehr davon abbekommen. Jaaa, die liebe Familie eben.
 

Meine Erdbeerampel setzt ebenfalls fleißig Früchte an, nur werden leider die wenigsten rot. Ich vermute mal, dass sie zu wenig Sonne abbekommen und habe nun den Standort gewechselt. Mal sehen ob das etwas bringt.
 

Selbst die Gartenkräuter und meine Blumen haben bisher überlebt. Was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich mir ein kleines Blumen- und Gemüse-Lexikon angelegt habe. Speziell über die Blumen und das Gemüse, das ich mir besorgt hatte, habe ich im Internet ausführlich recherchiert und mir alle wichtigen Punkte zusammengefasst. So konnte ich danach genau sagen, welche Pflanze welchen Standort benötigt, wieviel Wasser, Sonne oder Dünger. Bisher hat das wirklich gut funktioniert und seit fast zwei Monaten leben noch alle :) Ich hoff einfach mal, dass das weiterhin so bleibt. Nur mein Lavendel zickt gerade ein wenig rum. Aber gut, den kann ich zur Not wieder ersetzen.
 
 

Von daher kann ich bisher nur behaupten: „Projekt Hochbeet voll und ganz erfolgreich“

(Aber gut, Ani sah in den ersten zwei Monaten auch noch top aus. Und wie es endete wissen wir alle.)



Wie sieht’s denn mit eurem grünen Daumen aus? Und habt ihr auf Balkon oder Terrasse vielleicht auch etwas angepflanzt?




2 Wie war der Monat...Juni?


Der Juni ist vorüber. Das halbe Jahr 2014 ist schon wieder geschafft. Und Comedy Central feierte am 24.06. „Halb-Weihnachten“.
Was bei mir alles im Juni los war und was mich so bewegt oder begeistert hat (und das war irgendwie ganz schön viel) das könnt ihr nun hier nachlesen.


Darüber hab ich mich ganz besonders gefreut

Meine Schwester war nach über zehn Jahren mal wieder im Urlaub und hat mir prompt gleich mal was mitgebracht. Eine hübsche Fußkette mit kleinen Schmucksteinchen. Ich hab mich wirklich darüber gefreut. Nur blöd, dass meine Beine zu dick sind und ich die Kette nicht zubekomme :( Aber als Armkettchen kann man es genauso tragen.

Super fand ich auch, dass mir mein Chef an einem Freitagmittag spontan freigegeben hat und ich somit den restlichen Tag die Sonne auf der Terrasse genießen konnte. Herrlich, das sollte öfters passieren :)

Auch das megaheiße Pfingstwochenende fand ich besonders toll. Zwar war es fast schon zu heiß, aber irgendwie mag ich dieses Schwüle auch. Wenn man mal ne Weile draußen war, hat man sich auch irgendwie dran gewöhnt – solange man im Schatten saß. So hab ich das lange Pfingstwochenende mit viel Lesen verbracht und saß öfters mal bis abends um zehn draußen auf der Terrasse. So muss der Sommer sein. Außerdem gab es bei uns im Ort auch ein kleines Pfingstfest, bei dem sich mal wieder alle getroffen und gemeinsam gegessen haben. 

Dann war da noch die 150-Jahr Feier bei Magirus über die ich ja berichtet hatte. Es war wirklich ein toller, aufregender Tag, den ich sehr genossen habe.

Und am 16. war es dann soweit. Unsere deutsche Nationalelf hat ihr erstes Spiel bestritten und verdient 4:0 gewonnen. Hätte ich zwar nicht erwartet, aber natürlich haben wir uns alle umso mehr darüber gefreut. Es ist toll die Spiele mit der Familie oder Freunden zusammen zu schauen und ich amüsiere mich jedes Mal, wie sich jeder einzelne freut, mitfiebert oder reinsteigert während des Spiels. Meine Familie ist da ja ein bisschen WM-verrückt. Als ich am 16. nach Hause kam, waren Wohn- und Esszimmer mit allen möglichen Wimpeln, Fahnen und Fußballartikeln geschmückt. Meine Schwester und meine Mutter hatten leuchtende Fußball-Pins an ihren Shirts und auf dem Tisch stand ein kleiner Fußball der bei Berührung lustige Sounds von sich gab. Und das war noch längst nicht alles an verrückter Fußball-Deko :D Aber irgendwie war’s ja auch nett.

Das vorletzte Juni-Wochenende habe ich dann noch in Mainz verbracht und es war einfach toll. Passenderweise fand gerade das Johannisfest statt und es gab überall Fressbuden, Weinstände und Fahrgeschäfte. Wir liefen stundenlang durch die Innenstadt, besuchten eine Sektkellerei und waren auf dem Heimweg noch bei der Playmobil-Ausstellung. Aber dazu mehr in einem extra Post mit vielen Fotos ;) Lustig fand ich ja noch, dass ich nur wenige Tage nach dem Besuch der Playmobil-Ausstellung selbst wieder ein bisschen zum Kind wurde. Meine Mutter wollte aus meinen alten Playmos einen Gutschein basteln und ich half natürlich fleißig dabei mit und durchstöberte meine alten Playmobil-Spielsachen. Oh, da wäre ich gerne wieder Kind gewesen :)

Am letzten Juni-Wochenende erfüllte sich mein Freund dann einen lang gehegten Wunsch, von dem ich nur voll und ganz profitieren werde (hehe). Er kaufte sich die Playstation4 und freute sich wie ein kleiner Junge :) Das Lustige war, dass er ein Abkommen mit zwei Arbeitskollegen hatte. Wer ein gutes Angebot für die PS4 sieht, gibt den anderen Bescheid. Blöd war nur, dass es in unserem Elektronikmarkt in der Stadt nur noch eine PS4 im Angebot gab, die wir uns schnappten. Aber es gab noch einen Elektronikmarkt (gut eine Stunde entfernt) der noch weitere PS4 auf Lager hatte. Und so machten wir einen spontanen Ausflug an den Bodensee. Und nein, wir genossen nicht den romantischen Flair der Landschaft sondern den romantischen Flair des „Euronics“ und kauften lediglich zwei weitere PS4 um anschließend gleich wieder eine Stunde nach Hause zu fahren. Lustig war dann zum einen der Anblick von drei PS4 Schachteln, die man auf einmal zuhause stehen hat und auch, wie die beiden Arbeitskollegen meines Freundes sich gefreut haben. Ich hab nur mitbekommen, dass sie ihn die ganze Zeit mit Nachrichten bombardiert haben und es kaum erwarten konnten die PS4 in ihren Händen zu halten. Ist ja auch gemein, wenn man weiß, dass man nun eine besitzt, aber diese kilometerweit von einem entfernt ist.
  
Sehr gefreut hab ich mich auch über den letzten Besuch bei unserem Thailänder in der Stadt. Ich wollte mit den Mädels zum Essen dorthin und wir sahen gleich, dass dieser bereits geschlossen hatte. Plötzlich kam die liebe Besitzerin ums Eck, die wohl gerade erst das Restaurant zu gemacht hatte und fragte uns, ob wir zu ihr wollten. Nur ein paar Sekunden vor uns hatte auch ein Pärchen gefragt gehabt und war noch ganz in der Nähe. Die liebe Besitzerin rief daraufhin das Pärchen zurück und öffnete nur für uns drei Mädels und das junge Pärchen erneut ihr Restaurant. Sie war ganz allein, bediente uns und kochte für uns alle wunderbare Gerichte in Rekordzeit. Uns war das richtig unangenehm aber wir fanden das auch so lieb von der Restaurant-Besitzerin (die sich auch gerne mal zu ihren Gästen setzt und mit ihnen über Gott und die Welt plaudert), dass wir ihr alle reichlich Trinkgeld gaben. Das war wirklich das Mindeste was wir tun konnten. Solchen Service erlebt man in Deutschland leider nicht mehr so oft.


 
Chillen auf dem Balkon bei den Eltern // Jaaa, Playmobil spielen :D // ein Wochenende in Mainz



Das hat mir den Juni ein wenig vermiest

Der Mai fing schon mal damit an, dass alle um mich herum krank wurden und die Grippe bekamen. Das war weniger schön. Zum einen war unser Azubi krank, was zu mehr Stress bei der Arbeit führte und zuhause wartete ein kranker Freund auf mich, dem es zumindest nach zwei Tagen schon wieder viel besser ging. Wenigstens das.
 
Heftige Unwetter gab es auch wieder diesen Monat. Das Unwetter in der Nacht hatte ich total verschlafen. Die Auswirkungen machten sich dadurch bemerkbar, dass meine Tomatensträucher am Morgen friedlich auf der Seite schlummerten (Waaah!) und dass wir in der Firma Stromausfall hatten (Doppel-Waaaaah!). Stress am Morgen, das liebe ich ja. Allgemein war der Tag total scheiße und ich war den ganzen Tag über mehr als mies gelaunt und lief mit einer imaginären Gewitterwolke über meinem Kopf durch die Gegend. Und wisst ihr was mich komischerweise wieder beruhigte? Unkraut jäten :D
 
Dass mein Auto nach nur sechs Monaten schon wieder zum Kundendienst musste, machte mich erst recht fertig. Im November 2013 war ich beim Kundendienst, im März wurde bei meinem Auto die Dieselhochdruckpumpe ausgetauscht, sowie TÜV und ASU erledigt und jetzt im Juni war laut meiner Werkstatt erneut ein Kundendienst fällig. Dabei stellten sie dann natürlich auch noch ein kaputtes Radlager fest. Natürlich, wenn dann gleich richtig! Ich war dann auch kurz vorm Ausrasten als ich den Rechnungsbetrag sah und hab danach dann auch tatsächlich erst mal losgeheult. Dieses blöde Auto hat mich nun innerhalb drei Monate 1300 Euro gekostet :( Ich mag nicht mehr. Vor allem haben die mich  einfach nur verarscht. Denn welches Auto braucht in sechs Monaten zwei Mal einen Kundendienst???? Die haben mich jedenfalls zum letzten Mal in ihrer Werkstatt gesehen. Mein schön angespartes Urlaubsgeld ist nun wieder futsch. Aber hauptsache mein Auto benötigt nun die nächsten 8000 Jahre keinen Kundendienst mehr *grummel*
 
Am selben Tag, an dem ich auch die tolle Rechnung für mein Auto bezahlt habe, ging noch mehr schief. Zum einen versuchte ich mich an einem neuen Rezept für einen Biskuitboden. Keine Ahnung was ich falsch gemacht hatte, aber ich hatte hinterher nur einen riesigen Biskuit-Cracker :D Der Boden war an der dicksten Stelle ca. 2mm und an manchen Stellen, wie gesagt, so dünn wie ein Cracker. Ich hätte durchdrehen können an diesem Tag.

Danach fing es dann so richtig schön zu schütten an als wir auf der Terrasse gemütlich grillten und zu allem Überfluss fand ich dann später noch heraus, dass mein PC den Systemanforderungen für Assassins Creed Black Flag nicht entsprach. Ich hatte mir das Spiel nämlich vor lauter Frust wegen meiner Autorechnung neu gekauft und mich wenigstens auf etwas Spielspaß gefreut. Aber nein, ich brauche eine leistungsfähigere Grafikkarte. Na super. Mal sehen wann ich mir die wieder leisten kann, mein Auto hat mich ja gerade nur ein halbes Vermögen gekostet.   
 

 
Gab‘s was besonderes zu essen?

Ach, hört mir auf. Eigentlich wollte ich ja im Juni wieder ein bisschen langsamer machen, was die ganze Esserei angeht. Der Urlaub rückt schließlich näher, auch wenn es erst Mitte September soweit ist, aber trotzdem…Und es schadet ja nicht, wenn man mal ein bisschen darauf achtet, was man so isst.
Allerdings ging das im Juni völlig in die Hose. Ich habe nämlich ziemlich oft geschlemmt:
Los ging es ja schon mit den Nudelnestern, mit den Mädels war ich beim Italiener, Thailänder und beim Chinesen und jedes Mal holten wir uns danach noch ein Eis, ich kochte mir meinen ersten Grießbrei (mehr davon!), zur Erfrischung gab es Fruchtspieße und viel Erdbeermilch, es wurde nicht nur einmal gegrillt und in Mainz habe ich sowieso an den ganzen Essensständen und beim Frühstücken im Café (ich sag nur Bacon!!!) zugelangt. Zu den Fußballspielen hat mein Dad einmal einen großen Topf voll Chili gemacht, ein andermal Schnitzel und bei mir und meinem Freund gab es zu einem Spiel mal Currywurst mit einer Megaschüssel Pommes. Nachdem ich beim Schwimmen war hatte ich noch solchen Hunger, dass ich mir Milchreis mit Zimtäpfeln kochte und da man beim Zocken bekanntlich auch hungrig wird, gab es noch einen schnellen aber unglaublich leckeren Bananenkuchen (das Rezept muss ich euch mal geben). Ähm ja. Und wie ihr seht: Ich hab im Juni echt auf meine Linie geachtet *hüstel*
 
 
 
Currywurst mit Pommes zum Fußball gucken // frische, leckere Früchte direkt vom Bodensee //
Erdbeermilch & Fruchtspieße auf der Terrasse genießen // spontane Lust auf Milchreis mit Zimtäpfeln
 


Bestellt/Gekauft habe ich im Juni…

…zum einen ein cooles Breaking Bad T-Shirt mit tollem Lego-Print, in Mainz eine tolle Jumbo-Mainzelmanntasse (da schmeckt der Tee noch besser morgens) sowie eine lustige Postkarte und ich habe endlich einen Strickpouff gefunden, der für mich bezahlbar war. Dank sei ALDI! Dass der so was Blogger-mäßiges mal im Angebot hat, hätte ich ja nicht gedacht :D Nun kann ich mich an kalten Tagen auf meinen Sitzpouff vor den Ofen setzen und muss meinen Hintern nicht mehr auf den kalten Parkettboden quetschen. Und zum Playstation zocken wird er sicher auch öfters genutzt. Oder um mal was darauf abzustellen. Oder zur Deko. Oder…ach, er hat auf jeden Fall Verwendung! Und natürlich hab ich mir dann noch Assassins Creed Black Flag gekauft und kann es nun nicht mal zocken :( Ich bin mal gespannt ob ich irgendwo eine günstige und gute Grafikkarte auftreiben kann.



Mal schnell drei neue PS4 zuhause stehen ;) // mein cooles Breaking Bad T-Shirt Motiv // mein Sitzpouff (in echt ist er schön dunkelgrau, wirkt hier etwas lila)

Gefeiert hab ich…

…keinen Geburtstag, da in den Sommermonaten so gut wie niemand in meinem Bekanntenkreis Geburtstag hat. Dafür hab ich das Johannisfest in Mainz „gefeiert“ und natürlich auch fleißig die Spiele unserer Nationalelf „gefeiert“ ;)

 

Gehört hab ich…

…diesen Monat nichts Besonderes. Außer viele „Toooooor“-Rufe, alle möglichen Hymnen der WM-Teilnehmer, jubelnde Massen und hupende Autos auf den Straßen.


Gesehen hab ich…

…den dritten Sissi-Film, zum zweiten Mal Die Tribute von Panem (nachdem ich das erste Buch durchhatte musste ich mir einfach nochmal den Film anschauen), die komplette Staffel 4 von Breaking Bad (Oh Gott, es war so spannend! Aber was soll denn jetzt noch in der 5. Staffel passieren? Ich bin so neugierig!) und natürlich einige WM-Spiele (nicht nur die unserer Nationalelf).


Gelacht hab ich…
 
...über einen Werbespot :D Einfach kurz 40 Sekunden den Atem anhalten, staunen und...loslachen. Viel Spaß!



 

Sportlich aktiv gewesen und etwas für die Gesundheit getan?

Anfang Juni hatten wir eine Probestunde mit einem neuen Zumbatrainer. Ein junger Mann, der unglaublich Feuer im Blut hat und mehr mit den Hüften wackeln kann als wir Frauen alle zusammen in unserem Kurs :D Er hat richtig frischen Schwung in die Sache gebracht und wir waren hinterher total k.o. Dafür hatten wir aber auch eine Menge Spaß. Wie es aussieht, wird der junge Herr nach den Sommerferien einen zweiten Zumba-Kurs eröffnen, so dass es die Möglichkeit gibt zwei Mal in der Woche dorthin zu gehen. Das wär natürlich super. Nach zwei Wochen Pfingstferien folgte dann eine weitere Zumbastunde, allerdings wieder mit unserer „alten“ Trainerin ;) Diese Stunde hat ebenfalls total viel Spaß gemacht, da wir den WM-Song von J. Lo nachgetanzt haben und viele brasilianische Songs und Rhythmen im Programm hatten. Das war einfach toll!

Ansonsten war ich noch einmal im Baggersee schwimmen (als das Wasser noch angenehme 24,6 Grad hatte), einmal im Hallenbad schwimmen und einmal im Dance Aerobic und Bauch Beine Po, das am selben Abend wie das Deutschlandspiel (Deutschland gegen die USA) stattfand. Lustig war, dass ich mich nach der Sportstunde dann mitten im Autokorso befand :D Auch mal eine nette Art nach Hause zu fahren.

Ansonsten hatte ich diesen Monat zum Glück nur einmal Kopfweh, das nach ein paar Stunden glücklicherweise wieder wegging und war brav beim Zahnarzt zum halbjährlichen Check.

 
 

Der Juli wird sicher auch wieder interessant. In unserer Firma wird es einen Gesundheitstag geben, Mitte Juli findet endlich wieder unser Schützenfest statt, wo ich dann zehn Tage so gut wie offline sein werde (und ich hoffe, ich schaffe es dieses Jahr ein wenig darüber zu berichten), die PS4 wird ausgiebig getestet und ich hoffe auf ganz viel tolles Grill- und Badewetter.  

 



Was habt ihr im Juni erlebt? Und habt ihr für den neuen Monat schon was geplant?
 
 
 

2 Zu Gast bei den Zulieferern von Helden

Damit es hier nicht ausartet mit lauter Rezepten, gibt es heute mal etwas ganz anderes. Wir machen einen kleinen Abstecher in die Welt der Feuerwehrautos. Am vergangenen Wochenende hatte ich nämlich die Ehre bei der 150-Jahr-Feier der Firma Magirus teilzunehmen. Magirus entwickelt und fertigt Fahrzeuge für den Brand- und Katastrophenschutz, insbesondere Drehleitern und Löschfahrzeuge für Feuerwehren. Ich liebe ja solche Produktions-Begehungen, wenn es überall nach Öl und Maschinen riecht und schön laut ist. An diesem Tag stand die Produktion zwar still, aber es war trotzdem interessant zu sehen, wie so ein Feuerwehrauto Schritt für Schritt gefertigt wird. Natürlich nach den ganz speziellen Anforderungen des Kunden. Es gab tolle Shows, die firmeneigene Big Band hat gespielt, für Essen und Trinken war reichlich gesorgt und beim Drehleiterfahren kam dann sogar ich auf meine Kosten. Leider war die große 60 Meter Leiter nicht am Start, aber dafür bin ich immerhin mal mit der 30 Meter Leiter mitgefahren. So hoch war es eigentlich gar nicht, aber ich hätte nicht gedacht, dass der Korb die ganze Zeit so am Schwanken ist. Nur Festhalten konnte ich mich nicht, ich musste schließlich ein paar Fotos knipsen.
Da Magirus zum Fiat-Konzern gehört, waren auch noch weitere Unternehmen des Konzerns ausgestellt.  So gab es zum Beispiel auch schicke Autos von Maserati und Ferrari, sowie coole Trucks und Busse der Firma Iveco oder riesige Mähdrescher von Case New Holland. Wie gesagt, zu sehen gab es einiges an diesem Tag. Aber heute lasse ich einfach mal ein paar Bilder sprechen...
 
 

 
Wasser Marsch!



 
 
 
 
 

 

Es gab viele neue Feuerwehrfahrzeuge…

 
 
..gelbe Feuerwehrfahrzeuge, von denen einige nach Brasilien zur WM verschickt wurden...
 
 
…schöne, alte Feuerwehrfahrzeuge…
 
 
 
 

Und so sieht es aus wenn man mit dem Feuerwehrauto zu schnell in die Kurve fährt. Kann aber wieder repariert werden. Fragt nur nicht für welchen Preis…also lieber anständig fahren ;)
 

 
 
In der Produktion der Drehleiterfahrzeuge
 
 
 
 


Der Blick aus 30 Metern Höhe



 


Und wer noch nicht genug hat, der schaut sich noch den unglaublich coolen Image-Film der Firma Magirus an. Wer möchte da nicht sofort anfangen und die Helden von morgen unterstützen? ;) Ich krieg bei dem Film jedes Mal ne kleine Gänsehaut. 
 




 

Das war doch jetzt mal wirklich was ganz anderes als ein Beauty oder DM-Haul-Post ;) Aber deshalb ist es ja auch mein Blog. Da kann ich nämlich schreiben über was ich will!  

Und somit soll dieser Post auch eine kleine Hommage an all die Feuerwehrleute da draußen sein, die Tag für Tag ihr Leben für Andere riskieren. Danke.

 
Ich werde nun noch brav bis 16:00 Uhr arbeiten und dann geht es übers Wochenende ab nach Mainz! Ich freu mich schon sehr drauf und werde die Zeit einfach nur genießen. Die kommende Woche wird schließlich wieder stressig genug :(


Was habt ihr denn am Wochenende so vor?