4 Neuanfang


So lange war ich glaub noch nie abstinent hier auf meinem Blog. Anfang Juni der letzte Beitrag. So viel ist in der Zwischenzeit passiert. Jetzt haben wir schon Ende August. Sommerende. Man merkt, dass die Nächte wieder kühler werden, die Tage kürzer. Der Herbst naht schon mit großen Schritten. Und ich frage mich seit Wochen wie ich weitermachen will. Hier, mit dem Blog.
Vor knapp vier Jahren im Oktober habe ich ihn gegründet. Aus einer Laune heraus. Weil ich da überhaupt erst erfahren habe, was ein Blog ist und schließlich auch angefangen habe, fleißig Blogs zu lesen. Irgendwann hatte ich dann auch Bock darauf. Ein paar Texte schreiben, Bildchen dazu einstellen. Ganz laienhaft mit meinem alten Handy aufgenommen. Zum Teil viel zu dunkel, verwackelt, unscharf. Anfangs wollte ich am liebsten jeden Tag etwas posten. Ich konnte es gar nicht abwarten den nächsten Eintrag zu veröffentlichen, wollte aber nicht zu viel hintereinander einstellen. Dabei ging es doch sowieso nur um total banale Alltäglichkeiten. Und Leser hatte ich anfangs ja auch keine. Viele Leser waren es ja sowieso nie. Zumindest wenn man nach den Follower-Zahlen geht. Auch wenn ich mich nach wie vor über jeden einzelnen riesig freue! Und die Seitenaufrufe? Zu meinen Hoch-Zeiten waren es vielleicht mal um die 300 am Tag. Inzwischen sind es maximal noch zwanzig. Sogar mein Bau-Blog hat täglich immerhin um die 100 Aufrufe. Aber kein Wunder, hier passiert momentan ja auch nicht sehr viel.
Woran das liegt? An mir. An der Zeit, die fehlt und die ich falsch einteile oder verplempere. Und an der Motivation, die in letzter Zeit so gar nicht mehr vorhanden ist. Ich denke zwar ständig: Das und das musst du unbedingt verbloggen! Mal wieder ein Rezept, ein paar schöne Fotos. Aber mache ich es dann? Nein. Die Lust fehlt mir momentan komplett. Mich aufzuraffen etwas zu schreiben, etwas online zu stellen. Wenn ich doch weiß, dass ich es eigentlich sowieso nur für mich mache.
Und es liegt auch am Blog selbst. Er gefällt mir nicht mehr. Ich bin älter geworden. Erwachsener würde ich nicht sagen. Ich glaube, ich werde nie erwachsen :) Und trotzdem. Mein Blog gefällt mir einfach nicht mehr. Das Design, die Farben, die viel zu kleine Schrift. Es ist keine Struktur dahinter, keine Regelmäßigkeit, keine Ordnung. Ich, die es doch sonst so aufgeräumt und strukturiert mag. Aber damals, da eröffnete ich den Blog einfach ohne Wissen, wie so etwas überhaupt richtig funktioniert. Was es alles zu beachten gibt, welche Möglichkeiten es für das Design gibt. Dabei liebe ich es doch selbst, wenn einfach alles harmonisiert, perfekt zusammen passt. Die Farben, die Texte, die Themen. Der Name. Damit war ich nie wirklich zufrieden bei meinem Blog. Habe daher auch nie jemandem aus meinem Umfeld verraten, was ich mache. Es war mir nie gut genug, nie perfekt genug. Fast schon unangenehm, peinlich.
Und dennoch, ich kann es nicht sein lassen. Ich will einfach nicht. Noch nicht. Nichts mehr schreiben? Keine Fotos mehr online stellen? Andere, Fremde aus dem Netz, nicht mehr an meinem Leben teilhaben lassen? Irgendetwas würde fehlen. Und daher überlege ich schon seit längerem, was ich nun machen soll. Mir schwebt vor, Firefly stillzulegen. Die Seite online zu lassen, aber nichts mehr zu schreiben. Nochmal völlig neu anzufangen. Dieses Mal mit etwas mehr Erfahrung. Ein anderer Anbieter, ein neuer Name, ein neues Design. Schlichter, reifer. Auch erwachsener? Mal sehen. Neue Themen? Ich weiß es noch nicht. Vielleicht ein Mix aus Einrichtungsideen, Rezepten, Reisen, Alltagskram. Das Schwerste wird aber überhaupt der Neuanfang. Wo fängt man denn überhaupt an? Welcher Anbieter ist gut? Wo kann man selbst viel dran rumbasteln? Erst mal muss ich mich sowieso wieder in HTML einlesen. Allgemein mal wieder alles auffrischen. Mir überlegen, in welche Richtung das Ganze führen soll. Wie kriege ich es hin, einen Blog zu führen, der mir selbst zu 100 Prozent gefällt. Auf den ich stolz sein kann. Bei dem es mir wieder Spaß macht, mich zuhause an den Rechner zu setzen und Blog-Einträge zu schreiben. Und selbst wenn ich dann wieder nur wenige Leser hätte, wäre wenigstens ich selbst zufrieden mit dem was ich da tue. Am wichtigsten wird sicher auch mein Zeitmanagement. Mal endlich regelmäßiger zu bloggen. Und wenn es nur einmal in der Woche wäre. Das wird sicherlich eine große Herausforderung. Die Arbeit, das Haus, der Garten, Familie und Freunde, Hobbies, Freizeitstress. Das alles nimmt viel Zeit in Anspruch. Bleibt mir da noch genügend Zeit für einen neuen, regelmäßig geführten Blog? Das wird sich wohl herausstellen. Erst mal, muss wie gesagt der Anfang gemacht werden. Und das ist ja bekanntlich immer am Schwersten. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich keine Ahnung habe, ob das überhaupt alles so klappt, wie ich mir das vorstelle. Wer weiß, vielleicht verläuft diese ganze Idee auch einfach im Sande. Aber ich will es zumindest versuchen. Nichts unversucht lassen. Die Herausforderung wagen. Challenge accepted.
Und was passiert solange hier? Mal sehen. Vielleicht kommt noch der ein oder andere, kleine Post online. Übungsaufgaben quasi. Kurze Lebenszeichen.
Und ansonsten kann man mich immer noch auf Instagram bespitzeln. Da bin ich inzwischen relativ fleißig unterwegs. Mal wieder so eine Sucht-App. Schlimm. Gut, dass ich mich nie an Facebook gewagt habe. Wer weiß, wie das sonst ausgeartet wäre.
Tja, wie dem auch sei: Ihr hört von mir. Mit oder ohne neuem Blog.


2 [Neues aus der Küche] Früchte-Quarkauflauf (schnell und einfach)


Der erste Blogpost von meinem Arbeitszimmer aus. Oft schreibe ich ja auch im Büro oder liege mit dem Notebook auf dem Sofa. Aber ich habe schon ewig nicht mehr an meinem heimischen Schreibtisch gearbeitet. Seit ich nun aber im Haus wieder mein "eigenes Zimmer" und einen riesigen Schreibtisch habe, sitze ich öfter hier. Und wisst ihr was ich am meisten liebe? Dass mein Notebook direkt vor dem Fenster steht, das zur Straße zeigt. Ich schau einfach total gern zu, was draußen gerade so abgeht und könnte euch nach einem halben Jahr schon die interessantesten Storys erzählen.
Gerade eben kam zum Beispiel unsere Nachbarin von ihrem täglichen Spaziergang zurück. Sie ist schon etwas älter und braucht auch schon einen Rollator für längere Strecken. Aber was ich einfach zuckersüß finde: Ihre Katze läuft immer brav mit ihr mit. Die beiden sind ein Herz und eine Seele und ich muss jedes mal lächeln, wenn die getigerte Katze neben ihr her trottet und sie bei ihren Spaziergängen begleitet. Übrigens ist das hier in dieser Straße keine Seltenheit. Es gibt nämlich noch ein weiteres Paar, das ebenfalls bei ihren Spaziergängen von ihrer Katze begleitet wird. Habe ich vorher echt noch nie gesehen. Aber das ist schon mal gut zu wissen, denn dann weiß ich ja, was ich unserer Katze mal als erstes beibringen muss: Bei Fuß und auf zum Spazieren laufen, kleines Fellknäul!
So lange ich aber noch keine eigene Mieze hab (und von den Nachbarn will ich sie mir dann auch nicht zum Spazieren laufen ausleihen), bleibe ich eben im Haus und schreibe zum Beispiel fleißig an einem neuen Blogpost.
Der Anlass für diesen Post war nämlich ein Kommentar auf Instagram. Nachdem ich letzte Woche ein Bild von einem Quarkauflauf gepostet hatte, kam dann irgendwann die Frage nach dem Rezept. Nun hätte ich die Frage eigentlich ganz einfach beantworten können, denn das Rezept habe ich mal wieder von Chefkoch. Aber da ich diesen Quarkauflauf sowieso noch einmal machen wollte und ich auch Lust hatte mal wieder ein paar Food-Fotos abzulichten, dachte ich mir, ich widme ihm gleich einen ganzen Blogeintrag.

Wenn ihr auf süße, warme, beerige Aufläufe steht, dann müsst ihr den einfach mal ausprobieren. Das Rezept ist so super einfach und die Zubereitung geht auch so schnell, dass ihr den spontan am Sonntagmittag bei Lust auf was Süßes oder auch bei einem unangekündigten Besuch der Schwiegereltern (oder bei wem ihr gerne Eindruck schinden wollt) machen könnt. Ihr müsst einfach alles zusammen rühren, aufschichten und dann noch 35 Minuten Backzeit abwarten - fertig!
Letztes Mal hab ich es mit frischen Himbeeren versucht, dieses Mal mit Heidelbeeren. Ich weiß gerade nicht, welche Variante leckerer war. Aber ganz wichtig: Ihr müsst den Auflauf noch warm essen. Ich könnt mich da wirklich reinlegen und werd diesen Auflauf noch sehr, sehr viele Male backen. In dieser Variation schmeckt er nach Vanille, Kokos, süß-säuerlichen Früchten, fluffigem Quarkteig, karamellisiertem Zucker...muss ich noch mehr sagen? Das ganze Haus duftet beim Backen danach. Allein deswegen sollte man dieses Süßspeisen-Träumchen schon backen :)

Das Rezept habe ich wie gesagt hier von Chefkoch. Ich schreibe es für euch aber auch nochmal direkt hier auf.
Und nun, ab in die Küche mit euch!

Superschneller Quarkauflauf mit Früchten
(für eine kleine Auflaufform oder vier Crème-brûlée-Formen)

Ihr braucht:
 
30g Butter
50g Zucker
2 Eier
250g Quark
1 P. Vanillepuddingpulver
200g Obst nach Wahl
2 TL Zucker
2 TL Kokosraspel

Zubereitung:

Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen (dauert bei mir etwas länger, bis die Butterflocken nicht mehr sichtbar sind). Anschließend Quark und Vanillepuddingpulver unterrühren.
Die Hälfte der Masse in eine gebutterte Auflaufform oder kleine Crème-brûlée-Formen füllen. Früchte darauf geben und mit je 1TL Zucker und Kokosflocken bestreuen. Restliche Quarkmasse darüber geben und wieder mit je 1 TL Zucker und Kokos bestreuen. Bei 200° ca. 35 Minuten backen bis der Auflauf goldbraun ist.
 
Den Hinweis der Verfasserin, dass der Auflauf sehr stark aufgeht, sollte man übrigens nicht unbeachtet lassen. Beim ersten Versuch in der Auflaufform hatte ich keine Probleme damit. Aber beim zweiten Versuch mit den Crème-brûlée-Formen war erst mal Backofen schrubben angesagt. Dieses Mal ging der Auflauf nämlich so stark auf, dass der Fruchtsaft der Heidelbeeren schön oben rausquoll. Hier also wirklich vorsichtig mit dem Befüllen sein.





 

(Ups. Der Quarkauflauf roch so lecker, dass der erste schon dran glauben musste, während ich noch am Fotografieren war. Ich bin ganz schlecht darin mich zu disziplinieren, wenn es um Süßspeisen geht.)




Seid ihr auch so ein Süßspeisen-Fan? Und wär das Rezept was für euch?



3 [Hinter den Kulissen] Generation Smartphone?

 
"Morgen ist der Tag gekommen. Jetzt ist es also so weit. Die letzten Tage habe ich schon gebangt, wann es wohl so weit sein würde. Heute Morgen hatte ich dann die Bestätigung schwarz auf weiß. Du wirst mich verlassen und ich vermisse dich jetzt schon so sehr!"

Was sich vielleicht nach dem ersten Kapitel eines tragischen Beziehungs-Romans anhört, sind in Wirklichkeit nur die Abschiedsworte für mein geliebtes Smartphone :D Und nein, ganz so schlimm ist es natürlich nicht, aber irgendwie fand ich diese Worte gerade so passend. Und da dachte ich mir, schreibst du doch mal zu so einem völlig banalen Thema einen Blogpost.
Jetzt aber mal im Ernst. Seid ihr nicht auch ein bisschen abhängig von eurem Smartphone und habt ein komisches Gefühl, wenn ihr wisst, dass ihr euch für eine Zeit lang davon verabschieden müsst? Dabei bin ich sonst diejenige, die immer predigt, dass sie im Urlaub auch mal gut ohne Mobiltelefon auskommen kann.  Und das ist auch richtig. Im Urlaub (sowieso wenn man sich eine Woche lang nur auf der Strandliege vom All-Inclusive-Hotel von links nach rechts dreht) braucht man das Smartphone nicht unbedingt. Zum Fotos schießen vielleicht. Dafür hab ich aber meine Spiegelreflexkamera dabei. Und um Kontakt mit den Liebsten daheim zu halten? Muss nicht sein. Nach erfolgter Ankunft teile ich ihnen noch kurz mit, dass es mir gut geht und sie ganz beruhigt sein können. Dann schalte ich mein Smartphone meistens aus und schalte es erst wieder zuhause in Deutschland ein. Lasse mich von 356 neuen Nachrichten aus 12 Chats in Whats App berieseln, 18 Updates, die meine Genehmigung erfordern und 95 Instagram-Benachrichtigungen, dass irgendjemand, irgendwas gepostet hat. Mein Handy schalte ich dann meistens direkt wieder aus. Weil ich einfach diesen erholten Zustand der Urlaubsreise noch ein bisschen behalten will. Und das geht mit Smartphone nicht wirklich. Man könnte nun also meinen, dass ich von diesem kleinen Gerät eher genervt bin. Manchmal stimmt das auch. Und dann lege ich mein Handy am Wochenende oder am Feierabend einfach mal beiseite und beachte es gar nicht mehr.
Aber manchmal, da hänge auch ich ständig dran. Weil man gerade das Germanys next Topmodel Finale mit einer Freundin über Whats App kommentieren muss (Grüße an dieser Stelle an die liebe Mia :) ), weil man von einer Freundin gerade ein Foto mit einem Verlobungsring zugeschickt bekommt und alle in der Gruppe erst mal ausrasten deswegen oder weil die eigene Mama nun auch Whats App hat und die ersten Gehversuche damit unternimmt (sehr amüsant, was für Bildchen man so von seiner Mama geschickt bekommt :D ).  Ihr seht schon, Whats App ist bei mir so ziemlich die meist genutzte App auf dem Handy. Danach folgt (seit Februar) Instagram und anschließend meine Mail-App. Auch wetter.com wird häufig genutzt, muss ja wissen, was ich am nächsten Tag anziehen soll. Und ohne meinen Handy-Wecker würde ich sowieso jeden Morgen verschlafen. Die restlichen Apps (Kalender, Google Maps, Dropbox etc.) sind da eher schon Nice-to-have und werden nicht ganz so oft verwendet. Ach so Moment, Telefonieren kann man mit dem Ding ja auch noch. Aber ganz ehrlich? Brauch ich so gut wie nie, diese Telefon-App.
Im Alltag verwende ich das liebe Smartphone daher also recht häufig. Sei es nur als Zeitvertreib oder um irgendetwas zu bequatschen oder Treffen zu vereinbaren. Im Büro liegt es ständig vor mir, ich habe es so gut wie immer dabei und wie gesagt nur am Wochenende, oder wenn ich wirklich völlig meine Ruhe brauche, wird es mal beiseitegelegt. Daher ist es schon ein komisches Gefühl, wenn es nun für ein paar Tage (oder Wochen?) zur Reparatur eingeschickt wird. Ich weiß noch, dass ich bisher nur einmal ein Handy zur Reparatur eingeschickt habe. Damals war es wirklich noch ein Handy und kein Smartphone und man war daher auch noch nicht so abhängig. Damals hätte es noch nicht zu einem eigenen Blogbeitrag gereicht und ich hätte mit Sicherheit auch einige verstörende Blicke geerntet, wenn ich zugegeben hätte, mein Handy nur für ein paar Tage schon zu vermissen. Wie sich die Welt doch geändert hat. Ein Handy hatte man damals noch um zu Telefonieren und vielleicht mal eine SMS zu schreiben. Ein Smartphone hat man heute hauptsächlich um zu „whats appen“ und seine Social-Media-Kanäle zu checken und zu pflegen. Verrückt, oder?
Aber es hat ja auch was Gutes, mein Smartphone einzuschicken. Ich kriege nach drei Jahren nun hoffentlich eine voll funktionsfähige Handykamera (Mein HTC macht so ziemlich seit Anfang an bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen Fotos mit einem sehr starken Rosa-Stich. Bis letzte Woche habe ich das eben einfach so hingenommen und hab nun herausgefunden, dass der Fehler von HTC selbst kommt und die Kameras daher ausgetauscht werden können. Hoffentlich funktioniert das alles so reibungslos.) und kann den Datenmüll auf meinem Handy mal wieder ausmisten. Soeben habe ich nämlich ein Backup davon angefertigt und dabei nicht nur einen bösen Virus entdeckt, sondern auch jede Menge Bilder, Videos und Musikdateien, die kein Mensch mehr braucht. Da wird nun ordentlich aussortiert und sicher nicht jede Datei wieder den Weg zurück auf mein Smartphone finden.
Nun wird es nur noch verpackt und macht sich morgen dann auf den Weg ins Reparaturzentrum. Gott sei Dank hat mein Freund sich zufällig letzte Woche ein neues Handy bestellt und ich kann sein altes nun als Ersatz verwenden. So ganz ohne würde ich es glaub nicht aushalten. Auch wenn ich mich wirklich nur aufs Minimum beschränken werde. Schon erschreckend, dass man heutzutage ständig erreichbar sein muss bzw. auch sein will! Wir sind wohl definitiv zur Generation „Smartphone“ mutiert, ob wir’s nun wollen oder nicht.
 
Und jetzt lasst mich mal wissen:
Wie ist das denn bei euch so? Geht es heutzutage (vor allem in der jungen Altersklasse) überhaupt noch ohne Smartphone? Oder schmeißt ihr das Dings schon auch mal für ein paar Tage unbeachtet in die Ecke?

 




2 Blogparade von Frau Margarete: Wie sieht dein eigener Film aus?

 
Die liebe Frau Margarete hat auf ihrem Blog mal wieder eine tolle Blogparade gestartet. Dank ihr können wir bis zum 31.Mai 2016 unserer Kreativität freien Lauf lassen. Denn sie möchte von uns wissen: Wie würde dein eigener Film aussehen?
Eine wirklich gute Frage, die sie selbst schon auf ihrem Blog beantwortet hat. 
Ich dachte mir zuerst: Oh Gott, da fällt mir ja nie was ein!
Vor allem ist bei Frau Margarete alles schon so gut durchgeplant und durchdacht, dass ich etwas eingeschüchtert war. Sie kennt sich einfach verdammt gut in der Filmwelt aus und weiß natürlich genau, wen sie sich da ins Boot holen würde. Während ich einfach mal so gar keine Ahnung habe, wer denn aktuell (oder überhaupt!) ein guter Regisseur, Kameramann  oder Produzent ist. Von Schauspielern mal ganz zu schweigen. Ich lasse mich zwar gerne von Filmen berieseln und kenne auch den ein oder anderen Schauspieler beim Namen, aber das war's dann auch schon. Von daher bin ich eigentlich nicht sooo prädestiniert für diese Blogparade. Was ich aber gut kann: Storys und Hirngespinste erfinden :D Und so hat mich diese Blogparade dann doch nicht wirklich losgelassen. Irgendwie hatte ich Bock drauf und hab dann einfach mal die erstbeste Story, die mir im Kopf rumschwirrte, aufgeschrieben. Tja, was dabei rausgekommen ist? Lest einfach selbst.
 
 
 
Handlung:
Stell dir vor, du könntest den Tod anderer Menschen vorhersehen. Was würdest du tun? Deine Chance ergreifen, diesen Menschen ein zweites Leben zu schenken? Oder würdest du gar versuchen, diese Gabe zu unterdrücken?
Alex hat diese Vorhersehungen seit ihrer Kindheit. Inzwischen ist sie eine junge Frau und hat mit ihrer Gabe umzugehen gelernt. Diese willkürlich auftretenden Vorhersehungen hat sie nur bei Menschen, die sich in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden und die nur wegen einer Lappalie ihr Leben lassen sollen. Die Zeit für diese Menschen ist noch nicht gekommen und Alex hat die Chance dies zu verhindern. Innerhalb 24 Stunden wird der Tod bei den betroffenen Personen eintreten. Alex weiß nicht wann, sie weiß nur wo und wie es geschehen wird.
Ihr bester Freund Sam, der von ihrer Gabe weiß, unterstützt sie hierbei. Nicht immer können sie den frühen und sinnlosen Tod verhindern und oft wollen die Betroffenen sich auch nicht helfen lassen. Eines Tages jedoch sieht Alex plötzlich ihren eigenen und auch Sams Tod vorher. In den nächsten 24 Stunden werden sie bei einem terroristischen Anschlag ums Leben kommen. Und nicht nur sie, sondern auch hunderte weitere Menschen. Werden Alex und Sam dieses Unglück verhindern können?  Und vor allem: Werden sie die Regierung rechtzeitig von dieser Gefahr überzeugen können? Ein  Wettlauf mit der Zeit beginnt.
 
Darsteller:
Puh, ich habe festgestellt, dass ich da unglaublich wählerisch bin und dass ich vor allem keine Jung-Schauspieler kenne :D Ich habe echt das ganze Netz durchstöbert, aber irgendwie fand ich einfach keine Schauspieler, die mir für die Hauptrollen zugesagt hätten. Am Ende habe ich mich nun für Emma Stone als Alex und für Andrew Garfield als Sam entschieden. Passend, dass die beiden im echten Leben momentan eine Beziehung führen und daher sicher auch als beste Freunde gut agieren würden.  So hundertprozentig zufrieden bin ich allerdings nicht mit der Wahl. Ich hatte eher die Handlung als die passenden Schauspieler dazu im Kopf. Da müsste man definitiv noch ein ausführliches Casting veranstalten. Oder hättet ihr für diese Story spontan die passenden Darsteller im Kopf? :) Gerne hätte ich noch Jason Statham in meinem Film. Also wenn ich einmal in meinem Leben die Chance hätte einen Film zu produzieren, dann muss der da einfach mitspielen :D Er würde sicher einen Platz als Bösewicht unter den Terroristen finden. Ach ja, und dann bräuchten wir ja noch ein paar gute Leute von der Regierung. Eine starke  Frau, die Alex und Sam Glauben schenkt und schließlich hilft den Anschlag zu verhindern (Oh, hab ich jetzt damit schon meinen eigenen Film gespoilert??). Da hätte ich gerne Jennifer Carpenter. Die Frau ist einfach genial. Christoph Waltz hätte ich ja auch noch gerne in meinem Film, aber irgendwie passt der meiner Meinung nach nicht in dieses Genre. Keine Sorge Christoph, für dich schreib ich nochmal ein extra Drehbuch :)
 
Regie, Kamera, Drehbuch, Produzent?
Sorry, da bin ich leider echt raus, denn wer da so für welches Genre zuständig ist, weiß ich beim besten Willen nicht. Dafür kenne ich mich einfach zu wenig in der Filmwelt aus. Ich würde ja Vince Gilligan als Produzent und Regisseur für diesen Film einfach mega finden, weil ich ihn bei den Outtakes und Hinter den Kulissen von Breaking Bad einfach so sympathisch fand und er die besten Ideen überhaupt hat.  Mit ihm zusammen monatelang überm Drehbuch sitzen? Sehr gerne! Anschließend darf er dann gerne im Regie-Stuhl Platz nehmen und ich möchte die Klappe für die einzelnen Takes schlagen :) Da er ja unter anderem auch bei „Akte X“ als Drehbuchautor, Produzent und Regisseur mitgewirkt hat, könnte er ja vielleicht sogar an dieser „übernatürlichen“ Story interessiert sein. Und die Action-Szenen, wenn es dann im zweiten Part der Story um das Verhindern des Anschlags geht, u.a. mit rasanten Verfolgungsjagden, Schießereien und explodierenden Autos  (ja, ich will bitte so ami-like explodierende Autos und ganz viel Bum-Bum!), die wird er mit Bravur meistern.
Und natürlich bräuchte ich auch noch Hans Zimmer als Komponisten, der für so viele große Filme schon so bedeutende Stücke geschrieben hat, die man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Was wäre ein Film ohne den passenden Soundtrack? Ich bin mir sicher, dass er genau die passenden Stücke dazu komponieren würde.  Hach ja, das wäre ein Traum…
 
 
Filmtitel: How to save a life
Genre: Action, Mystery (?)
Besetzung: Emma Stone, Andrew Garfield, Jason Statham, Jennifer Carpenter
Regie: Vince Gilligan
Drehbuch: Lia & Vince Gilligan
Musik: Hans Zimmer
 
 
 
 
 
Fotoquelle: hdwallpapers.in
 

 
 
 
Na, auch Lust bekommen? Dann macht doch bei der Blogparade mit! Alle Infos dazu und auch den Film von Frau Margarete findet ihr HIER
Mir hat es jedenfalls echt Spaß gemacht und mir würden sicher noch ein paar andere Filmideen einfallen. Ich bin auch schon sehr gespannt, was sich die anderen Teilnehmer so überlegen oder bereits überlegt haben.
 
 
 
Und was würdet ihr so auf die Leinwand bringen?

 
 
 

5 Tag: Alles über meine Kauf-Routine bei Büchern

 
Auf Janas Blog habe ich diesen Tag entdeckt und musste mir diesen gleich mal ausborgen :) Zu Bücher-Tags kann ich fast nicht nein sagen, da ich eine ziemliche Leseratte bin. Der Tag handelt vom Bücherkauf und ich finde es interessant zu sehen, worauf jeder so Wert dabei legt. Vielleicht ist der Tag ja auch was für andere Buch-Fanatiker. Hier nun meine Antworten.

 
 




Wo kaufst du deine Bücher?

Am liebsten kaufe ich Bücher auf dem Flohmarkt. Ich liebe es sowieso über Flohmärkte zu schlendern und nach tollen Raritäten Ausschau zu halten. Und vor allem in Bücherkisten zu stöbern. Am Anfang des Jahres schaue ich daher immer zuerst nach, wann meine Lieblings-Flohmärkte stattfinden und trage mir die Termine fest im Kalender ein. Daher kenne ich inzwischen auch schon ein paar Kandidaten die jedes Jahr einen Stand auf dem Flohmarkt haben und weiß auch, wo es genau mein Genre zu kaufen gibt. Da ich aber auch oft zum Geburtstag oder an Weihnachten Buch-Gutscheine bekomme (etwas, das ich immer gebrauchen kann), kaufe ich auch ab und zu meine Bücher ganz normal in der Buchhandlung. Oder es gibt bestimmte Veranstaltungen, wie z.B. dieses Wochenende. Da findet in unserer Stadtbücherei ein Medien-Flohmarkt statt, bei dem man Bücher, Zeitschriften, DvDs etc kaufen kann und der Erlös kommt dann einer Stiftung für Leseförderung zugute. Find ich auch eine super Sache!
 
Welches Genre kaufst du am meisten?
 
Am liebsten kaufe ich mir Thriller. Ich brauche einfach diesen Nervenkitzel, eine packende Story, einen hinterhältigen Täter und einen guten Cop, der am Ende wieder für Recht und Ordnung sorgt. Dabei bevorzuge ich die Bücher von Karen Rose. Ich liebe ihren Schreibstil und die Charaktere, die sich immer wieder in ihren verschiedenen Geschichten finden lassen. Normalerweise schrecke ich etwas zurück vor einem Buch mit 800 – 1000 Seiten. Solche Bücher lese ich am liebsten wenn ich z.B. Urlaub habe und mir die Zeit für dieses Buch voll und ganz nehmen kann. Bei den Büchern von Karen Rose jedoch (die eigentlich alle min. 800 Seiten aufweisen) verschlinge ich die einzelnen Wörter nur so und möchte immer gar nicht, dass die Bücher zu Ende gehen.
Letztes Jahr hat mich meine Schwester dann noch einem anderen Genre näher gebracht. Sie hat mir ein Buch von Lucinda Riley gegeben und ich hätte nie gedacht, dass mir diese Romane so zusagen. Mein erstes Buch von ihr war „Die Mitternachtsrose“ und ich fand es wundervoll zu lesen. Die Geschichten von Lucinda Riley sind eigentlich immer ähnlich aufgebaut. Es geht meist um eine Familiengeschichte aus der Vergangenheit (oft auch während des zweiten Weltkrieges), die jedoch mit der Gegenwart in Zusammenhang steht und Parallelen aufweist und die Protagonisten entdecken meist düstere Geheimnisse, die sich vor Jahrzehnten in genau diesem Haus/Ort etc. abgespielt haben. Oft nimmt sie uns auch mit in entfernte Länder oder einfach nur an die Küsten Englands und beschreibt dies so realitätsnah, dass man sich selbst mitten in der Geschichte wiederfindet.
 
Wenn ich also ab und zu mal eine Pause von meinen Thrillern benötige, freue ich mich immer sehr auf ihre Romane. Natürlich lese ich auch noch andere Genres, aber Thriller kaufe ich definitiv am meisten.



 
Kaufst du eher e-books, Taschenbücher oder gebundene Bücher?

Da ich keinen e-Book Reader besitze, habe ich auch noch nie ein e-book gekauft. Ich bevorzuge einfach „richtige“ Bücher und nehme daher selbst in den Urlaub kiloweise Bücher mit und verzichte dann lieber auf ein paar Klamotten :D Falls ich allerdings jemals eine größere Reise oder einen Road-Trip unternehmen sollte, wo schwere, dicke Bücher einfach nur hinderlich sind, werde ich mir wohl oder übel mal einen e-Book Reader ausleihen müssen :) Ansonsten bevorzuge ich Taschenbücher (aufgrund des günstigen Preises), habe aber auch einige gebundene Bücher in meiner Sammlung. Gerade die Harry Potter Bücher sind z.B. alle gebunden (gibt es die überhaupt als Taschenbuch?) oder auch einige meiner Lieblings-Thriller, die ich einfach sofort erwerben musste und nicht auf das Taschenbuchformat warten konnte.

 
Wo findest du neue Buchkandidaten?

Oft bei meiner Mama oder meiner Schwester. Die beiden sind nämlich genauso leseverrückt wie ich. Auch wenn wir nicht immer denselben Geschmack haben, so lesen wir doch ähnliche Bücher. Mit meiner Schwester tausche ich zum Beispiel neue Bücher von Joy Fielding oder wie bereits erwähnt Lucinda Riley aus. Und von meiner Mutter klaue ich mir gerade die ersten Exemplare von Charlotte Link, von ihr hat sie nämlich alle Bücher. Eine tolle deutsche Autorin, die ich ebenfalls sehr schätze. Ansonsten stöbere ich auch gerne im Weltbildkatalog, wenn dieser neu herausgekommen ist, oder finde auch auf vielen Blogs neue Buchtipps.

 
Nach welchen Kriterien entscheidest du dich für neues Lesematerial?

1. Kriterium: Kenne ich den Buchautor bereits und mag seinen Schreibstil? Wenn nein -> gefällt mir das Cover? Wenn ja -> was sagt der Klappentext aus? Der ist sowieso am Ende ausschlaggebend ob ich mir ein Buch kaufe oder nicht. Wenn ich mir einen Klappentext durchlese und dieser mich bereits so fesselt, dass ich am liebsten gleich loslegen würde zu lesen, dann muss dieses Buch einfach mit.


Wie viele Bücher kaufst du im Schnitt pro Jahr?

Hm, das kann ich gar nicht richtig einschätzen. Aber ich würde sagen zehn Stück sind es mindestens. Von einem Flohmarkt komme ich nicht mit weniger als zwei Büchern nach Hause. Und das Jahr bietet viele Flohmärkte :)


 

 
Was würde dich dazu bringen, ein Buch sofort wieder aus der Hand zu legen?

Gute Frage. Vielleicht wenn da irgendwo das Wort „vegan“ drauf steht? :D Als kleiner Anti-Vegetarier ist das nicht ganz so meine Sparte :D Und wenn ne Spinne auf dem Cover wäre, würde ich es wahrscheinlich nicht mal in die Hand nehmen! Aber mal Spaß beiseite. Da müsste im Klappentext schon im ersten Satz klar werden, dass das Buch so gar nicht meinen Erwartungen entspricht. Ansonsten wird bei mir eigentlich kein Buch „sofort“ wieder aus der Hand gelegt.
 

Hast du einen Buchkauf schon mal stark bereut?

Wenn ich so darüber nachdenke, fällt mir im Moment kein Buch ein, bei dem ich den Kauf bereue. Es gab vielleicht mal ein, zwei Bücher, vom Flohmarkt, die mir im Nachhinein doch nicht so gut gefallen haben. Aber den Kauf deswegen so richtig bereuen? Nein, ich glaube da gibt es keins.


Gibt es Bücher, die du mehrmals in verschiedenen Editionen kaufen würdest?
 
Ich glaube nicht. Zumindest würde mir auf die Schnelle gerade keins einfallen.


 
Lässt du dir gerne Bücher schenken, die du vorher nicht ausgesucht hast?

Ich glaube, das kommt darauf an, wer mir das Buch schenkt. Meine Familie kennt inzwischen meinen Geschmack und weiß eigentlich was ich bevorzuge. Ansonsten muss ich zugeben, dass es für andere glaub nicht ganz so einfach ist meinen Buchgeschmack zu treffen. Ich bin da schon ein bisschen wählerisch und habe von einer Freundin auch schon mal ein Buch geschenkt bekommen, was mich so gar nicht interessiert und was ich auch nie gelesen habe. Allerdings habe ich beim Schrottwichteln auch schon mal ein Buch bekommen, von dem ich zuerst dachte, dass ich das wohl auch nie lesen werde, weil es so gar nicht mein Genre war. Aber da es zu dem Zeitpunkt ganz gut zu meiner aktuellen Situation gepasst hat, war es dann doch irgendwie nett zu lesen. Hin und wieder gibt es dann also doch Buch-Geschenke, die mich positiv überraschen.






Und was ist für euch wichtig beim Bücherkauf?
 
 

4 Natur pur



Endlich scheint die Sonne, die Temperaturen klettern auf über 20 Grad und es zieht uns nach draußen. Während ich gestern noch bibbernd durch Stuttgart lief, war heute schwitzen angesagt. Nachdem ich morgens bei einem leckeren Geburtstagsfrühstück war, wollte ich am Mittag dann auch noch ein wenig in die Natur. Sicherheitshalber hatte ich noch eine Jacke eingepackt, aber die habe ich definitiv nicht gebraucht. Da 600m hinter unserem Haus direkt ein großes Waldstück liegt, habe ich dieses mal erkundet. Ich bin einfach total gerne im Wald. Schon als Kind habe ich dort jede Menge Zeit verbracht und auch heute noch liebe ich diese Umgebung und all die Eindrücke. Dieser unverkennbare Duft von Tannennadeln, Holz und Harz, der weiche moosbedeckte Waldboden unter meinen Füßen, das Hämmern eines Spechts ganz in der Nähe, das Zwitschern der Vögel in den Wipfeln der Bäume. Die Sonne scheint hier und da durch die dichten Baumkronen und verwandelt den Wald in ein sonnendurchflutetes, natürliches Wohnzimmer. Ich komme an einem plätschernden Bach vorbei und kühle mich kurz ab, gelbe Zitronenfalter flattern ständig neben mir her und ich habe sogar mal wieder das Glück und entdecke zufällig ein Reh, das in völliger Ruhe grast. Irgendwann sieht es mich dann aber doch. Es schaut zu mir herüber und wir beide verharren in völliger Regungslosigkeit, immer darauf bedacht, ob der andere sich nun bewegt. Als ich schließlich noch näher komme, rennt es davon. Schade, ich hätte es gerne noch aus der Nähe betrachtet. Plötzlich bewegt sich etwas sehr großes dicht neben mir im Gebüsch und ich trete dann doch lieber den Rückzug an. Von einer Wildsau will ich nun am Sonntagmittag auch nicht aufgespießt werden. Also wieder zurück auf den regulären Waldweg. Trotzdem lohnt es sich doch ab und zu mal vom Wege abzukommen. Das Reh hätte ich ansonsten nie entdeckt. Lediglich drei Reiter kamen mir während meines Spaziergangs entgegen, ansonsten war ich völlig allein mit mir, der Natur und meinen Gedanken. Und ich habe mir vorgenommen nun wieder öfter einen Spaziergang zu unternehmen. Vor allem, da ich heute auch noch entdeckt habe, dass es in unserer Gegend jede Menge neue Geocaches gibt :) Grund genug um in den nächsten Wochen wieder auf Tour zu gehen. Zwar sind meine Wochenenden schon relativ gut ausgefüllt, aber ein schneller Cache lässt sich auch am Abend mal loggen. Sowieso jetzt, wo es abends immer länger hell bleibt. Das liebe ich ja.
Die paar Fotos von meinem Spaziergang heute sind zur Abwechslung mal schwarzweiß. Wie gefallen sie euch? Irgendwie mag ich diese Farbgebung bei den Waldmotiven. Mal sehen, ob ihr das Reh entdeckt. Das hat sich echt gut getarnt ;)













Was habt ihr am Wochenende bei dem schönen Wetter gemacht? Und mögt ihr den Wald auch so sehr?





7 [Fernweh] Kurzreise in den Orient


Vor etwas mehr als einem Jahr war ich im Oman. Ich kann gar nicht glauben, dass das schon wieder so lange her ist, seit ich zum letzten Mal Meeresluft geschnuppert habe. Obwohl es nur ein Kurzurlaub zur Erholung war (und bevor auch der ganze Stress mit dem Haus losging), habe ich es sehr genossen und viele schöne Eindrücke aus diesem Land mitgenommen. Diese möchte ich heute ein wenig mit euch teilen und euch auf eine kleine Reise in den Orient mitnehmen…


 
Der Oman gehört zur arabischen Halbinsel und grenzt an die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien und den Yemen. Mit Oman Airlines flogen wir von Frankfurt aus zuerst in die Hauptstadt Maskat und von dort mit einem etwas kleineren Flugzeug einmal quer durch den Oman nach Salalah in den Süden. Für mich war dies übrigens der erste längere Flug, das erste Mal in einem großen Flugzeug und auch der erste Nachtflug. Ich war wirklich total aufgeregt und habe kaum ein Auge zugemacht, was ich dafür am nächsten Tag bitter bereut habe. Aber es war einfach alles so spannend! Der riesige Frankfurter Flughafen, das tolle Flugzeug mit der Bord-Entertainment und der Verpflegung, dann der Zwischenstopp in Maskat, der nächste Flug mit dem kleinen unglaublich wackeligen Flugzeug, in dem mir so schlecht wurde…und dann endlich die Ankunft in Salalah und unserem Hotel. Wir haben es dann gerade noch so geschafft uns am Beach Restaurant zu stärken bevor wir dann ins Wachkoma fielen. Ehrlich, so fertig war ich wirklich noch nie nach einem Flug. Ich konnte meine Augen nicht mehr offen halten. Den restlichen Tag verbrachten wir schlafend am Strand, schleppten uns danach aufs Zimmer, schliefen direkt weiter und schafften es dann gerade noch so zum Abendessen. Schätze, das war mein erster, kleiner Jetlag. Ich will gar nicht wissen wie das dann ist, wenn man um die halbe Welt fliegt! Die restlichen fünf Tage jedoch waren wir dann fit und haben die Seele baumeln lassen.
Unser Hotel war das Crowne Plaza Salalah. Es war sicher nicht das modernste und etwas in die Jahre gekommen, aber es war sauber und trotzdem geschmackvoll und edel eingerichtet. Vor allem der Eingangsbereich war riesig und einladend.  Die Zimmer befanden sich entweder im Haupthaus oder es gab noch Suiten/Appartements, die sich auf dem Gelände verteilten und auch sehr hübsch waren (was wir so beim Spazierengehen entdecken konnten).  Am schönsten war jedoch der Blick von der Terrasse des Hauptrestaurants. Das Hotel liegt direkt am Strand und so kann man beim Essen schon eine wunderbare Sicht aufs Meer genießen. Im Hotel selbst gab es auch noch eine Tauchschule, mehrere kleine Boutiquen und Souvenirläden, ein Internetcafé mit einer kleinen Bücherei (habe ich leider zu spät entdeckt, aber hier konnte man sich super Bücher für den Strand ausleihen, auch deutschsprachige), mehrere Bars, einen großen Pool und sein superliebes Personal, das sich wirklich gut um die Gäste gekümmert hat. Hauptsächlich waren dies ältere Rentner-Paare oder Familien, oft auch einheimische. An Valentinstag zum Beispiel hat der Restaurantchef an alle Damen Rosen verteilt. Ich war zuerst ein bisschen beleidigt, als er nur die ganzen Rentnerdamen damit beglückt hat, aber am Ende habe ich doch noch eine bekommen. Eine kleine Geste, die mich aber wahnsinnig gefreut hat :) Auch sonst war das Personal sehr um einen bemüht. Der Koch hat einem jeden Wunsch von den Augen abgelesen (das Essen war sowieso fantastisch!), alle haben sich immer wieder nach dem Befinden erkundet und am zweiten Tag gab es eine sehr ausführliche Einführung und Infoveranstaltung eines Reiseführers, der uns den Oman und seine Traditionen ein wenig näher gebracht hat. Das fand ich wirklich super. So haben wir etwas über die arabische Kultur gelernt als auch darüber, wie wir uns kleiden sollten, was in arabischen Ländern ja sehr wichtig ist.













 
Das Hotel war auf jeden Fall super für Ruhesuchende. Soweit ich mich erinnern kann, gab es keine Animation, keine nervigen Verkäufer oder laute Musik. Am Pool selbst waren wir nie, daher weiß ich nicht, wie es dort war, aber am Strand hatte man den ganzen Tag seine Ruhe. Man konnte stundenlang am Strand spazieren gehen, Delphine vom Liegestuhl aus beobachten (die Lifeguards haben immer darauf hingewiesen wenn welche vorbeischwammen), einfach nur daliegen und das Meer genießen, lesen oder natürlich auch schwimmen gehen. Allerdings hatten wir oft die rote Flagge, weil es sehr windig war. Man musste wirklich ellenlang ins Meer laufen, bis es überhaupt mal tiefer wurde, das fand ich toll. Und gegen Mittag gab es dann supergroße Wellen, in die man reinhüpfen konnte. Das war echt ein Spaß! :) Am Strand selbst war es ansonsten sehr ruhig. Wir haben immer einen Platz gefunden, obwohl es insgesamt vielleicht dreißig Liegen gab. Sowieso war zu unserer Zeit sehr wenig los und man hat einfach gemerkt, dass der Oman touristisch noch nicht so überlaufen ist wie andere Länder. Hier hat man wirklich noch seine Ruhe und kann sich erholen. Einfach super!
Der Oman wird ja auch „Karibik des Ostens“ genannt und ein bisschen stimmt das schon. Ich war leider noch nicht selbst in der Karibik, aber was ich auf Fotos und in Filmen bisher gesehen hab, kommt der Oman ziemlich nah dran. Sicher ist das Meer in der Karibik noch türkisfarbener und der Sand sicher noch viel weiser und weicher, aber der Strand im Oman kann da sehr gut mithalten. Für mich war es das erste glasklare Meer mit türkiser Färbung und der erste richtig weise Sandstrand. Und auch die ersten Kokospalmen die ich live gesehen habe. Die Kulisse war wirklich unglaublich schön. Zur Mittagszeit, wenn Ebbe herrschte, konnte man dann wirklich kilometerweit ins Meer hinauslaufen. Und nachts, wenn die Flut wohl am höchsten war, stand das Wasser fast bis an der Beach Bar. Das habe ich so auch noch nie gesehen, dass das Meer bei Nacht so weit ans Land kommt.







 



 
Am dritten Tag haben wir einen Ausflug unternommen und die Region rund um Salalah bei einer Jeep-Safari erkundet. Die Jeeps wurden jeweils von einem Einheimischen gefahren und so konnten wir uns während den Fahrten mit diesen austauschen und noch mehr über Land und Leute erfahren. Wir fuhren dann in einer Kolonne mit acht weiteren Jeeps und waren so ca. 40 Leute plus den einheimischen Fahrern und einem deutschsprachigen Reiseführer. Zuerst trafen wir uns alle an einem zentralen Treffpunkt und besprachen den weiteren Ablauf. Dann fuhren wir los und haben einiges an Kilometern zurückgelegt an diesem Tag.
Unser erster Stopp war irgendwo mitten in der Pampa. Zumindest kam es mir so vor. Wir hielten dort um eine ganze Kamelhorde fotografieren zu können, die dort friedlich in völliger Freiheit gegrast hat. Überall um uns herum waren dann plötzlich Kamele und manche ließen sich sogar streicheln und mit einem ablichten. Das war wirklich cool. Von unseren Fahrern bekam dann jeder noch einen Schluck Kamelmilch zu trinken. Allerdings sollten wir nicht zu viel davon probieren, da diese für uns Europäer nicht ganz so verträglich ist. Sie war auf jeden Fall um einiges fettiger als Kuhmilch und hatte einen ganz eigenen Geschmack. Die lieben Kamele (und auch Rinder und Ziegen) begegneten uns dann noch den ganzen Tag über. Überall auf den Straßen liefen sie zum Teil brav in Reih und Glied und unser Fahrer hat uns erklärt, dass immer die Kamele Vorfahrt haben und man daher sehr vorsichtig sein muss. Am Ende unseres Ausflugs zum Beispiel hielten wir also mitten auf einer Schnellstraße, da gerade eine ganze Horde Kamele unseren Weg kreuzte. Echt amüsant.






 
Der nächste Stopp führte uns zum drittgrößten Sinkhole der Welt, dem „Taiq Sinkhole“ mit einem Volumen von 90 Millionen Kubikmeter! Dafür ist es „nur“ 250m tief. Es war eigentlich eher schon ein kleines Tal. Vermutlich kam dieses Sinkhole durch einen Zusammensturz von mehreren Höhlen zustande und erhielt seine jetzige Größe durch zwei Flüsse, die dieses Sinkhole noch weiter formten.  Zur Regenzeit soll hier dann auch alles schön grün sein und es soll sogar Wasserfälle geben, die die Klippen hinabstürzen. Das sieht bestimmt sehr beeindruckend aus. Etwas wagemutig fand ich auch, dass man bis zum Klippenrand gehen konnte und nichts abgesichert war. Aber das war mal wieder das typisch deutsche Denken :D




Nachdem wir nun also richtig tief blicken konnten, ging es nun richtig hoch hinauf ins Gebirge. Nämlich ins Jebel Shamam. Hier waren wir schließlich auf 1700m Höhe (natürlich wieder ohne jegliche Absicherung) und konnten einen wunderschönen Blick auf die gesamte Ostküste und den Gebirgszug der Qara Mountains genießen. Mir war schon etwas mulmig so nahe am Abgrund zu stehen, aber der Ausblick hat sich wirklich gelohnt. Übrigens wird dieses Plateau auch als „Grand Canyon“ von Dhofar bezeichnet. Hier haben unsere einheimischen Fahrer dann noch einen kleinen Tanz mit Gesang aufgeführt. Die Jungs waren wirklich super drauf und hatten ihren Spaß uns zu unterhalten.









Anschließend hielten wir beim nächsten Sinkhole „Tawi Atair“. Es hat einen Durchmesser von 150 m und eine Tiefe von 211m und wird auch oft „The well of birds“ genannt. Tatsächlich war es hier auch etwas lauter durch das ganze Vogelgezwitscher und auch hier muss es zur Regenzeit wirklich schön aussehen, wenn die ganzen Bäume und Büsche rundherum grasgrün sind und zu blühen beginnen. Mir hat allein der riesige, knorrige alte Baum am Aussichtspunkt schon total gut gefallen. Während wir dann übrigens das Sinkhole begutachteten, haben unsere einheimischen Fahrer die Zeit zum Beten genutzt. Sie hatten einen großen Teppich dabei und einer hat dann für alle vorgebetet. Ich fand es sehr interessant mal aus der Distanz mit anzusehen.






Da auch uns so langsam der Magen knurrte fuhren wir nun ins Wadi Derbat, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Ein Wadi ist übrigens ein ausgetrockneter Flusslauf in einem Wüstengebiet, der sich bei starken Regenfällen sehr schnell mit Wasser füllen kann. Obwohl wir ja zur Trockenzeit dort waren, hat man gleich gemerkt, dass hier alles viel grüner und lebendiger war. Im Sommer zur Regenzeit soll die ganze Natur dann sprichwörtlich explodieren und es soll eine richtige kleine Oase sein. Viele Einheimische aus den Großstädten oder den wärmeren Gebieten im Norden kommen zu dieser Zeit dann in den Süden und in diese Wadis. Denn hier ist es dann angenehm kühl und erfrischend. Das Mittagessen wurde unter einem riesigen alten Baum eingenommen. Es wurden Teppiche ausgebreitet und wir konnten unser Essen (was mal wieder sehr lecker war), sitzend unter diesem Baum einnehmen, während ein paar Meter neben uns Kamele grasten. Das war wirklich ein tolles Erlebnis und ich hätte glaub den restlichen Tag unter diesem Baum liegend verbringen können. Aber wir wollten noch ein wenig die Gegend erkunden und konnten selbst losziehen. Es war wirklich eine tolle Landschaft und ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie es hier zur Regenzeit wohl aussehen musste.









Schließlich fuhren wir weiter zu unserer letzten Station. Es ging zum Taqah Plateau, von wo aus wir einen herrlichen Panoramablick über die Küste genießen konnten. Unser Fahrer hatte mir verraten, dass man hier mit viel Glück auch Meeresschildkröten entdecken kann. Und da ich Schildkröten ja liebe, musste ich einfach ein Stück der Küste ablaufen, um vielleicht eine zu entdecken. Und tatsächlich! Da schwamm wirklich eine Meeresschildkröte! Mit dem Zoomobjektiv der Kamera konnte ich sie sogar einigermaßen einfangen. Ich war einfach nur total glücklich, obwohl die Schildkröte sehr weit weg war. Aber ich hatte eine gesehen und das hatte mich unheimlich gefreut. Außerdem sahen wir noch etwas großes dort unten im Meer. Wir konnten es nicht ganz genau bestimmen, aber den Fotos zufolge, sah es aus wie ein Hammerhai. Auf jeden Fall war es nicht nur ein normaler Fisch. Leider mussten wir dann schon wieder zurück zu den Autos und es ging wieder Richtung Hotel.
Die Tour hat mir sehr gut gefallen und ich kann sie euch nur empfehlen, falls ihr mal in Salalah sein solltet :)








 
Nach ein paar weiteren Tagen ging es für uns dann leider schon wieder nach Hause. Gerne wäre ich noch eine Woche länger geblieben um vielleicht auch noch den Norden des Landes zu erkunden. Der Oman hat wirklich sehr viel zu bieten und ich bin froh, dass ich wenigstens einen Bruchteil dieses Landes zu sehen bekommen habe. Eine weitere Reise in dieses Land ist sicher nicht ausgeschlossen. Aber zunächst gibt es noch so viele andere Reiseziele, die ich angehen möchte. Trotzdem kann ich jedem einen Urlaub in diesem wunderbaren Land empfehlen. Wenn ihr Ruhe sucht und etwas abschalten wollt, dazu noch einen wunderschönen Strand möchtet und tolle Verpflegung und gutes Essen - das Crowne Plaza Salalah im Oman wäre meine erste Wahl. Falls ihr Fragen dazu habt oder eine Reise dorthin plant, schreibt mich gerne an :)




Wäre der Oman denn was für euch?
Und was ist denn euer nächstes Urlaubsziel?